Kritik: Katzenjammer live in der Zeche Bochum

Man könnte denken, Katzenjammer seien eine deutsche Band. Da ist das deutsche Wort als Bandname, die andauernden Tourneen durch Deutschland (allein in diesem Jahr 3 Stück) und dann lautet der Titel unter dem die diesjährigen Konzerte stattfinden auch noch „Das Rock“. Doch Katzenjammer sind Norwegerinnen, aber ihnen kauft man es tatsächlich ab, wenn sie sagen „Deutschland ist unsere zweite Heimat“.

So führte sie ein Auftritt der 2. Konzertreihe nach Bochum in den größeren Club „Zeche„. Und trotzdem der Termin erst Ende Februar bekanntgegeben wurde, war der Gig bereits 1 Woche im Voraus ausverkauft. (Wie auch viele andere der Deutschland-Auftritte.)

Bevor jedoch die vier Katzenjammers auf die Bühne kommen sollten, dürfte die Landsfrau Unni Wilhelmsen das Publikum entzücken. So diente sie nicht als „Einheizerin“ für die Katzenjammers, doch dafür konnte sie mit einer hohen musikalischen Qualiät überzeugen. Und auch die kurzen Ansagen zwischen den Songs besaßen einen gewissen Witz, so dass das Publikum schnell auf ihrer Seite war und ehrlichen Applaus gab. Auch sie zeigte, dass sie nicht nur ein Instrument beherrscht und wechselte es nach jedem Song.

Nach der Pause, die sich etwas in die Länge zog, klang dann endliche die Hintergrundmusik aus und das neue Intro erklang, welches sich direkt neben das Intro des Debüts „Le Pop“ eingliedert.

Doch, preschen die ersten Songs nun nicht mehr so vor, wie es auf den letzten Konzerten „Der Kapitän“ und „Le Pop“ taten. Die beiden Songs waren erst später im Set als Medley zu finden. Aber spätestens nach „Demon Kitty Rag“ ist jeder von den Multiinstrumentalistinnen begeistert.

Gekrönt wird die gesamte Show, durch gelungene Publikumseinlagen und kleine Späße, sowie optisch durch die ausgefallenen Verzierungen an Kleidern und in den Haaren der vier Frauen.

Den zahlreichen neuen Songs im Laufe des Abends, merkt man tatsächlich an, das sie in Amerika aufgenommen wurden. So klingen sie durchweg optimistischer, fröhlicher und weniger dunkel, als die des ersten Longplayers. Einflüsse aus Country und Americana sind klar zu durchzuhören und zu erkennen. Doch können sie nicht immer überzeugen: Teilweise rücken sie stark in Richtung Pop, so, dass die Eingängigkeit momentweise auf die Kosten der Qualiät und Individualität geht.
Doch, ob dies auch letzendlich der Fall sein wird, lässt sich erst Ende diesen Sommers sagen, wenn das zweite Album erschienen ist.

„To The Sea“ oder „Mother Superior“, klare Publikumslieblinge, können inzwischen problemlos von den Meisten mitgesungen werden und bei „A Bar In Amsterdam“ ist die Stimmung auf ihrem Höhepunkt angelangt.

Gehen lassen, will die Norwegerinnen im Anschluss daran niemand mehr, so dass sie letzendlich zwei Mal für Zugaben auf die Bühne kommen.  Das knapp 100-minütige Konzert schließen sie mit „Schrei Das Rock/Gypsy Flee ab , für das auch Unni Wilhelmsen noch einmal auf die Bühne kommt.

Eindeutig lässt sich feststellen, dass Katzenjammer in qualitativ weiterhin große Sprünge machen, sowohl nach vorne, als auch nach oben. Stillstand ist noch lange nicht in Sicht.

(Ein Artikel & Bilder vom Konzert gefunden bei Ruhr Nachrichten)

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Man sollte sich auf keinen Fall die Chance entgehen lassen Katzenjammer live zu sehen und bei einem ihrer Konzert dabei zu sein und mitzufeiern.
Dazu bietet sich dieses Jahr noch einige Male die Gelegenheit. Doch werden viele Termine wahrscheinlich schnell ausverkauft sein. Also schnell Tickets sichern. (Preise für Tickets: zwischen 20€ und 30€.)

20. 05. 11 – Mannheim – Maifeld Derby
21. 05. 11 – Ulm – Ulmer Zelt
22. 05. 11 – Stuttgart – LKA Longhorn
23. 05. 11 – Langen – Stadthalle
02. 07. 11 – Würzburg – ASTA Sommerfest
13. 07. 11 – Freiburg – Zeltmusikfesitval (Spiegelzelt)
28. 07. 11 – Augsburg – Zeltival am Tollhaus
29. 07. 11 – Isny – Theaterfestival
19. 08. 11 – Grosspössna – Highfield-Festival
09. 11. 11 – München – Muffathalle
10. 11. 11 – Berlin – Columbiahalle
11. 11. 11 – Köln – E-Werk
12. 11. 11 – Bielefeld – Ringlokschuppen
17. 11. 11 – Dortmund – FZW
18. 11. 11 – Magdeburg – Altes Theater
19. 11. 11 – Bremen – Pier 2
21. 11. 11 – Hamburg – Große Freiheit 36

 

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