Im vergangenen Jahr wurde die Mainstream-Popmusik wieder elektronischer. Dies hat wohl inzwischen jedes Musikmagazin begriffen.
La Roux, Little Boots oder Lady Gaga sind Künstlerrinnen, die keinerlei akustische Instrumente in ihren Songs mehr benutzen, sondern ihre Produktionen komplett elektronisch gestalten.

Diesen “Boom” gab es bereits Anfang der 80er-Jahre, der Hochzeit des Synthie-Pops. Die wohl bekannsteste Band, dieser Zeit ist Depeche Mode. Aber auch Kraftwerk gestalteten ihre Musik bereits in den 70er-Jahren mit elektronischen Synthesizizern und Instrumenten.
Ab Mitte der 80er-Jahre ging es bergab mit synthetischer Popmusik und Ende der Dekade würde sie fast komplett vom Grunge, mit Bands wie Nirvana, Pearl Jam oder Soundgarden, abgelöst.
Im Jahr 2005 gab es ein Disco-Revival auf Madonnas-Album “Confessions On A Dance Floot”. Mit der Hit-Single “Hung Up”, welche ein Sample aus dem Abba-Song “Gimme Gimme Gimme (A Man After Midnight)” enthielt, wurde der Synthie-Pop wieder in die Mainstream-Popkultur gebracht.
Im Jahre 2006 folgte Robbie Williams mit seinem Album “Rudebox”. Auf seinem achten Studioalbum versuchte er neue elektronische Elemente in seine Songs einzubauen. Vielen Kritikern missfiel das Album. Ich denke es ist keinesfalls ein schlechtes Album, nur ein schlechtes für Robbie Williams, da er sich mit “Escapology” die Messlatte sehr hoch gelegt hatte.
Und schließlich, im Jahr 2009, wurde das Synthie-Pop-Revival besiegelt. 3 Künstlerinnen, La Roux, Little Boots, und vor allem Lady Gaga, feierten mit ihrem synthetischen Disco-Popsound beachtliche Charterfolge.
Nun wird man sehen wie lange diese Welle an elektronisierter Popmusik, mit einem solchen Erfolg, anhalten wird.
(Es gab sicherlich noch viele andere Künstler, die Synthie-Pop-Elemente in ihren Songs verwendeten. Doch ich denke, dies sind die Relevantesten.)
(Bild von Sebastian Niedlich – unter einer Creative-Commons-License)