Reinhören: Cloud Nothings

Das Debütalbum von Cloud Nothings, welches den selben Titel trägt, ist mit knapp 28 Minuten Länge schon mehr EP als LP. Ein Phänomen, was aber immer öfter beim Blick auf die Gesamtspielzeit einer CD auffällt. Wenn ein solch kurzes Album dann jedoch fast nur gute Songs zu bieten hat, gibt es zumindest im Grunde nichts zu bemängeln. Doch leider gehen die 11 Songs von „Cloud Nothings“ ziemlich im Einheitsbrei des Sounds unter. Zu wenige Unterschiede, Tempowechsel etc. lassen das Album mit seinem „LoFi-Pop-Rock“ fast so wirken, als würde es aus nur einem Song bestehen. Aber auch einzeln betrachtet sind es für mich persönlich nur drei Songs, die wirklich gute bzw. bessere Momente darstellen. Einmal wären das „You’re Not That Good At Anything“ und „Rock“. Zum anderen „Nothing’s Wrong“:


Nach dem Hören habe ich übrigens dieses „Ah, ah, ah“ und „Eh, eh, eh“, was in einigen der Songs immer wieder auftaucht nicht mehr aus dem Kopf bekommen.

Reinhören: Duffy – Endlessly

Duffy’s „Rockferry“ ist ein tolles Album und hat mir nach ein wenig Zeit letzendlich doch besser gefallen, als „Back To Black“ von Amy Winehouse. Auch wenn viele meinten, dass Duffy ja nur durch Amy Winehouse so erfolgreich sei und sie kopieren würde. Doch erstmal sind beide zwei völlig verschiedene Typus Sängerinnen. Sowohl vom Äußerlichen, als auch vom Stimmlichen. Und zweitens: Wenn haben beide kopiert bzw. geklaut, nämlich beim 60s-Soul.

Aber nun zu „Endlessly„. Auf „Rockferry“ war die musikalische Stimmung noch sehr häufig melancholisch, der Anteil an langsamen Stücken ist nun deutlich geringer. Von der oft grauen, leicht schüchternen Soul-Sängerin  zur mutigen, selbstbewussteren Frau.

Die erste Single „Well, Well, Well“ orientiert sich am Motown-Sound (der ja zurzeit ziemlich angesagt zu sein scheint). Tut dies aber um einiges besser, als „I Need A Dollar“ von Aloe Blacc zum Beispiel (welches durch häufiges Airplay inzwischen einen ziemlich hohen Nervfaktor besitzt). Insgesamt ist der Sound um einges mehr mit Pop angereichert worden, doch in den meisten Fällen klappt dies ohne den Verdacht auf Erfolg abgezielt zu sein, aufkommen zu lassen.

Insgesamt ist „Endlessly“ das Album, welches deutlich mehr Hits präsentiert. Doch dafür bietet „Rockferry“ eine Vielzahl an wunderbaren Soul-Stücke.

Reinhören: Sia

Gut gemachten Pop bringt zurzeit die gebürtige Australierin Sia mit. „Clap Your Hands“ läuft seit einiger Zeit relativ häufig auf sämtlichen Radiostationen.

Mit ihrem aktuellen insgesamt schon vierten Studioalbum „We Are Born“ hat sie es unter anderem in die Top-Verkaufslisten von Deutschland, Großbritannien, Australien und den USA geschafft.


Allein schon das wirklich interessante und mit bunten Einzelheiten gespickte Cover hat mein Interesse an den musikalischen Inhalten des Albums erweckt.
Beim ersten Durchlauf dachte ich zunächst noch, dass dieses Stück Musik wohl doch nicht das ist, was ich mir öfters anhören kann. Aber beim zweiten Hören der 13 Titel entdeckte ich doch ein paar interessante, meinen Ohren schmeichelnde Punkte. An manchen Stellen, löst Sia Furlers Stimme ein leichtes Kribbeln in meinem Körper aus – ich liebe es, wenn Stimmen das tun.
Besonders „The Fight“, „Stop Trying“, die Single „Clap Your Hands“ und „Bring Night“ haben sich einen Platz auf der Liste mit guten, von weiblichen Interpreten vorgetragenen Songs, verdient. Aber auch die restlichen Titel beweisen ein Gespür für abwechslungsreiche Eingängigkeit und sorgen gut produziert für gute Laune. Die elektronischen Popsounds sind gut strukturiert, so dass Furlers Stimme nicht in den Hintergrund verdrängt wird. Über die für dieses Genre üblichen unter dem Durchschnitt liegenden Songs kann man problemlos hinweg sehen.
Eigentlich ist „We Are Born“ ein Frühlings- und kein Herbstalbum, doch so kann man sich die Tristheit des Novembers mit fröhlich entspannter Musik aus dem Kopf zaubern. Zumindest für knapp 46 Minuten.

Reinhören: Warpaint

Wieder einmal möchte ich keine (kaum) Worte verlieren und sofort auf die folgenden Videos verweisen.
Natürlich sind Warpaint ein kleines bisschen eine Hypeband, doch ob auch dieses Mal diese, meiner Meinung nach, weniger eingängige Musik, ein breiteres Publikum ansprechen wird, bleibt abzuwarten.

Reinhören: Rose Elinor Dougall

Irgendwann bekam ich das Video von „Stop The Music“ zu Gesicht. Ich fand den Song nicht unbedingt schlecht, doch für The Pipettes Verhältnisse war er einfach flach. Und wo waren diese wunderbaren 60s-Einflüsse vom grandiosen Debüt „We Are The Pipettes„? The Pipettes schienen zwei Jahrzehnte weitgespungen zu sein und nun (entschuldigung) primitiven 80s-Pop zu machen, der keine Reaktion auslöst. Als dann die restlichen Songs von „Earth Vs. The Pipettes“ zu hören waren, war klar, dass das nichts mehr mit der letzten Besetzung zu tun hat. Es ist wirklich sehr schade drum.

Aber vor kurzem entdeckte ich dann ein paar Songs von Rose Elinor Dougall, einem ehemaligen Mitglied, die mir auf eine bestimmte Art und Weise gefielen. Ein Album ist bereits erschienen, ich denke, ich werde es mir bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen:

Rose Elinor Dougall bei MySpace